Patrick MOYA

http://studiomoya.com

Übersetzung : Walter Schlepphege



Texte über Patrick Moya


Patrick Moya ist ein Künstler typisch mediterraner Gefilde....

Er begann sein „Werk“ als Aktmodell, um seinen Narzissmus zu befriedigen, bevor sein Name seine Bilder und Skulpturen kennzeichnete. Falls er nicht die vier Buchstaben seines Familiennamens benutzte, inszeniert er „Moya, Künstler der Nizzaer Schule“ eine kleine Persönlichkeit der Cartoons, einer Kreuzung des Artisten und seiner Lieblingsfigur „Pinocchio“.

Sein künstlerischer Weg geht von der Punkgeneration der 70er Jahre über die großen Strassen-Events der 80er Jahre zum heutigen Allroundtalent, das sich ebenfalls im Multimediabereich einen Namen gemacht hat.

Immer im Abstand zu dem was angebracht ist und niemals dort, wo man ihn erwartet, praktiziert er eine Kunst, die sich nicht auf eine Idee oder einen Stil beschränkt, sondern im Gegenteil, sich in einer totalen Freiheit vervielfältigt.

Von der pseudo-naiven Malerei zur abstrakten Kunst, von Riesenskulpturen aus Stahl bis zur Keramik, Ausstellungen und „Happenings“, vom Foto zu Computerbildern auf Leinwand oder Film, mondänen Abendgesellschaften oder Techno-Partys, nichts scheint den sich ständig in Bewegung befindenden Künstler aufzuhalten.

Patrick Moya hat seit geraumer Zeit das Ende des Copyrights vorrausgesagt
und seine Kunst einer vorhersehbaren Zukunft angepasst, in dem er
sein Werk mit einem echten Stempel kennzeichnete.

Sein Stil, die „Generation Casimir“ setzte Maßstäbe für die berühmten „Techno-Dolly-Partys“, die von Montpellier bis Juan les Pins über Saint Tropez und Marseille stattfanden.

Texte Nathalie Jeannot für die Moya Ausstellung in Marseille

Wer ist Patrick Moya

In seinem Atelier in Nizza herrscht eine unbeschreibliche Unordnung; das kleinste Papierzipfelchen verschwindet im Strudel der Kreativität.
Mit 49 Jahren hat der Künstler Patrick Moya bereits ein Vielfaltwerk großen Reichtums geschaffen: Gemälde auf diversen Materialien (Leinwand, Holz, Stoff, Wandmalerei usw.), Skulpturen, Keramik, Computerbilder, 3D-Filme,
Happenings und Ausstellungen.

Er wurde 1955 geboren, gehört zur Generation der „Figuration Libre“ „zeitgenössischen Malerei“ (in Frankreich)und zu Keith Haring oder Jean-Michel Basquiat. (in den USA)
Geistig verbunden mit der Protestbewegung der Sechziger, (fern jeder Ideologie und jeden Engagements) versuchte er in gewisser Weise die „body art“, da er als Aktmodell in der Kunstakademie arbeitete; theoretisch versteht er seine Position als „Schöpfer in der Kunst“ ....seit je ist sein ganzes Leben der Kunst gewidmet.

Von Jugend auf war er von den Theorien Mc Luhan und seinem „globalen Dorf“ beeinflusst; er beschäftigte sich mit der Veränderung in der Kunstgeschichte durch die neuen Medien (besonders das Fernsehen, aber auch den Beginn des Internet erahnend) „mit den Medien der Gegenwart, wie den Direktsendungen des Fernsehens hat der Schöpfer nicht mehr die Zeit die Geschichte der Kunst zu erläutern. Um bestehen zu können, muss er selbst zur Kreatur werden.“

Parallel dazu beschäftigt er sich mit seinem Namen, der Unterschrift des Künstlers.
Zweifelsohne beeinflusst durch den spanischen Namen seines Vaters „Moya“, der mit 15 Jahren, durch die offizielle Heirat seiner Eltern auch sein eigener wird, hat er seitdem nicht aufgehört, ihn überall zu verwenden und bis ins Unendliche zu deklinieren.

In Nizza lebend (im Süden Frankreichs und Süden Europas) zählt Moya sich zu den“ Künstlern des Südens“, zum katholischen Einflussbereich gehörend, obwohl er selbst nicht wirklich gläubig ist. Weder Abstraktion, noch kalte Darstellung, hat Moya keine Angst vor den Farben; er liebt sie pur, nicht gemischt – besonders bei menschlichen Darstellungen, die er sich bemüht ohne Missbildung darzustellen – falls es sich nicht um einen karikaturistischen, humoristischen Stil handelt.

Die „Gegenwart des Künstlers in seinem Werk“ beanspruchend, hat er vor zehn Jahren etwa (es war 1996) eine kleine, poetische Figur erfunden, eine Karikatur seiner selbst, anfangs inspiriert von Pinocchio, die sein Markenzeichen geworden ist.

Seitdem lässt uns Moya durch seine Welt reisen, verzaubert und leicht pervers, bevölkert von Brummbären und „Dragqueens“, fliegenden Schafen oder Elefanten, schwingenden Teufeln, - ohne den schelmischen Moya zu vergessen, der seine Possen auf den Wolken im Hintergrund des kobaltblauen Himmels treibt : eine bunte, fröhliche Kinderwelt, die in jedem von uns steckt... aber genauso sinnlich und aufheiternd, unser Empfinden und Schönheitsvermögen befriedigend.

Als Gegengift des Pessimismus, verbreitet er überall Glück um sich, natürlich in einer Ausstellung – wo oft die Kinder ihren Eltern seine Werke erklären! – aber auch im Wartezimmer einer Klinik, einem Hotelfoyer oder dem Vorplatz eines Krankenhauses....

Kommen wir auf die berühmte „Schule von Nizza“ zurück, vertreten durch große Namen wie Klein, Arman, César oder Ben – Patrick Moya, den man zum Dirigenten der „neuen Schule von Nizza“ ernennen könnte, macht sein Werk einzigartig, da sein Name und seine Darstellungen nur ihm gehören.

Florence Canarelli


Das Buch "Der Fall Moya " von Florence Canarelli

Patrick Moya ist ein Künstler aus Nizza, der die vier Buchstaben seines Namens als Vorwand vieler seiner Werke nimmt : Gemälde, Riesenskulpturen, Ausstellungen, Filme, Fotos, Happenings.....Falls er nicht seinen Namen benutzt, setzt er „Moya der Künstler der Schule Nizza“ in Szene, eine kleine Figur, der Cartoons, entstanden aus einer Kreuzung des Künstlers und seiner Lieblingsfigur, Pinocchio. Diese Figur ist die moderne Version seines Selbstportraits

Patrick Moya verkörpert eine neue Künstlergeneration; wenig beeinflusst von ideologischen oder ökonomischen, aktuellen Gegebenheiten, reagiert er trotzdem auf die kleinsten Vibrationen.

Claude Fournet

Er fabriziert Nebenprodukte vor dem Produkt selbst; Werbeartikel eines Produktes, das noch entsteht; die Figürchen als Stempel des Künstlers, bevor er selbst bekannt wurde. Er zäumt das Pferd von hinten auf und versucht experimentell den Schöpfer in eine Kreatur zu verwandeln. Er entwickelt das Bild einer Zukunftsgestalt, mehr der hypothetische Star, als das Bild einer verblassten Persönlichkeit. Gegenstände schaffend anstatt sie wiederzuverwenden. Gleichzeitig das Universum erfindend, wenn es geschaffen wird, in einer parallelen Aktion, die weder als Nachhut noch als Vorhut stattfindet, da sie ja simultan verläuft. Zwangsläufig simultan ablaufend, da die Geschichte der Kunst keine Zeit hat die Geschichte in einer Welt zu erzählen, wo alles direkt und virtuell abläuft.

Texte für die Ausstellung Pop Hop Art

Ideal wäre es allen zu gefallen und gleichzeitig „Avantgardist“ zu sein.

Ideal wäre es alle Stilarten anzunehmen und gleichzeitig wiedererkennbar zu sein.

Ideal wäre es überall zu sein, ohne sich zu verzetteln.

Dies ist zweifelsohne eine Utopie; aber daran arbeite ich.

MOYA Texte für die Muse Gallery in Hongkong

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